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Extinction Rebellion : „Irrationalismus einer Endzeit-Sekte“

Gründungsmitglied der Grünen, heute Kommunalpolitikerin bei ÖkoLinx-ARL in Frankfurt am Main: Jutta Ditfurth Bild: Philipp von Ditfurth

Jutta Ditfurth hat vor rund 40 Jahren die Grünen mitbegründet, kann den Aktivisten von „Extinction Rebellion“ aber nichts Gutes abgewinnen. Im F.A.Z.-Gespräch warnt sie davor, sich der Organisation anzuschließen.

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          Frau Ditfurth, Sie waren bei den Anfängen der Grünen und der Umweltbewegung in Deutschland dabei. Trotzdem haben Sie davon abgeraten, die Aktionen von „Extinction Rebellion“ (XR) zu unterstützen. Warum?

          Jannik Waidner
          Redakteur in der Wirtschaft

          Ich halte „Extinction Rebellion“ nicht für eine Umweltbewegung im klassischen Sinne, die sich kritisch, aufklärerisch oder gar links für die Klimakastrophe und die Zusammenhänge von Naturvernichtung und Kapitalismus interessiert. „Extinction Rebellion“ ist nicht intellektuell, sondern ahistorisch, spricht nicht den Verstand an, sondern setzt auf mystisch-esoterisches Drama, pathetische Kostümierung und hat ein zentral vorgefertigtes Bühnenbild. Die Organisation versucht alles, um den intellektuellen Hohlraum mit Versatzstücken religiös-gewaltfreier Ideologie zu verdecken.

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