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Juso-Politikerin Rosenthal : „Die junge Corona-Generation darf nicht Verliererin der Krise werden“

Jessica Rosenthal, Kandidatin für den Bundesvorsitz der Jusos Bild: dpa

In der Corona-Krise werde zu wenig an die junge Generation gedacht, findet Jessica Rosenthal, Kandidatin für den Bundesvorsitz der Jusos. Studenten und Auszubildende, aber auch Clubs und Kneipen müssten besser gefördert werden.

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          Die Kandidatin für den Bundesvorsitz der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Jessica Rosenthal, fordert mehr Beachtung für die Belange der jungen Generation in der Corona-Krise: „Die Interessen junger Menschen fallen derzeit unter den Tisch“, sagte sie der F.A.Z. Da viele Studenten im Zuge der Pandemie ihre Nebenjobs verloren hätten, müssten sie vom Staat besser unterstützt werden. „Wir müssen die Bedürftigkeitsprüfung beim Bafög aussetzen“, sagte die 27 Jahre alte Politikerin. Auch müsse die Bundesregierung etwas gegen wegbrechende Ausbildungsplätze unternehmen. „Die junge Corona-Generation darf nicht Verliererin der Krise werden.“

          Tim Niendorf
          Politikredakteur.

          Rosenthal, die voraussichtlich Ende November auf dem Bundeskongress der SPD-Nachwuchsorganisation zur neuen Bundesvorsitzenden und damit zur Nachfolgerin von Kevin Kühnert gewählt wird, kritisierte auch die öffentliche Debatte um Sperrstunden. „Die Bundesregierung lässt Kneipen und Clubs im Regen stehen. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt: ‚Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause‘, dann hat das für viele Arbeitnehmer fatale Konsequenzen. Es ist doch besser, sich in der Gastronomie zu treffen als im privaten Bereich.“ In der Gastronomie gebe es immerhin Hygienekonzepte, die ein sicheres Treffen ermöglichten. „Es sind doch private Feiern, die das Infektionsgeschehen anheizen. Da geht die öffentliche Debatte in eine völlig falsche Richtung“, sagte Rosenthal. Sperrstunden seien, abgesehen von Ausnahmen, nicht hilfreich, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen.

          In der Pandemie gehe es um gegenseitige Solidarität, so Rosenthal. Junge Menschen müssten Rücksicht auf die Alten nehmen, aber es müsse auch Rücksicht auf die Belange der Jüngeren genommen werden. Die Veranstaltungsbranche, Clubs und Kneipen litten unter den Folgen der Corona-Maßnahmen sehr. Sie müssten also finanziell besser unterstützt werden. „Sonst brechen Orte der Jugendkultur weg.“ Dann fehlten auf Dauer Möglichkeiten, um als junger Mensch im Privaten Gemeinschaft zu erfahren.

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