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Junge Union : „Immer nur Ja sagen ist schädlich“

  • Aktualisiert am

Benedict Pöttering will Vorsitzender der Jungen Union werden Bild: dpa

Er will Philipp Mißfelder als Chef der Jungen Union beerben und verspricht, auch die eigene Partei stärker zu kritisieren. Doch zunächst steht Benedict Pöttering eine heikle Kampfabstimmung bevor.

          Im Falle seiner Wahl zum neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Union (JU) will der 31 Jahre alte Benedict Pöttering die CDU/CSU-Nachwuchsorganisation verstärkt auf Kritik-Kurs bringen. So soll die JU wieder zum Korrektiv der Partei werden. „Immer nur Ja sagen ist schädlich für die Demokratie“, sagte der JU-Vizechef der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

          Kritik an Fehlentwicklungen aus Sicht der jungen Generation gehöre untrennbar zu den Aufgaben der größten deutschen Parteijugendorganisation. „Wenn nicht wir, wer sonst?“, sagte Pöttering.

          Der Konkurrent gibt keine Interviews

          Die Delegierten des knapp 120.000 Mitglieder zählenden Verbandes wollen am 19. September einen Nachfolger für den langjährigen Vorsitzenden Philipp Mißfelder wählen. Der 34-Jährige tritt nach zwölfjähriger Rekord-Amtszeit nicht mehr an. Die Altersgrenze der JU beträgt 35 Jahre. Bei der Wahl wird es zu einer Kampfabstimmung kommen - was in der Union insgesamt ungewöhnlich ist.

          Pötterings Vater ist Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemaliger Präsident des Europaparlaments. Benedict Pöttering tritt an gegen den JU-Vorsitzenden aus Nordrhein-Westfalen, Paul Ziemiak (28), der seine Kandidatur bereits im Januar bekanntgegeben hatte. Ziemiak äußerte sich auf dpa-Anfrage nicht. Sein Kurs ist seit Monaten, Medien keine Interviews zu geben. Er will auch jetzt die Auseinandersetzung ausschließlich innerhalb der Jungen Union führen.

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