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Streit um „Junge Freiheit“ : Rechter Bruderkrieg

Der Chefredakteur der „Jungen Freiheit“ schießt scharf gegen AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Seine publizistischen Wasserträger keilen zurück – in den rechten Medien brodelt der Richtungsstreit: Es geht um den Einfluss auf die AfD.

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          Dieter Stein weiß noch, wie er 2007 vom sogenannten Institut für Staatspolitik eingeladen wurde, um über Politik zu sprechen. Es war eine Einladung unter Freunden. Hier der Chefredakteur der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“, dort das Institut des neurechten Vordenkers Götz Kubitschek. Doch die Harmonie währte nur so lange, bis Stein in seinem Vortrag sagte, die rechtsextreme NPD sei „ein politischer Gegner“. Es gab Widerspruch im Raum, einen „Eklat“. Stein war konsterniert. „Nur das hat gereicht, um Aufregung auszulösen“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Woche.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Andere Male erlebte Stein Ähnliches. „Es gab in Schüben eine Entfremdung von Kubitschek und mir“, erinnert er sich. Als etwa die NPD 2004 in den Landtag von Sachsen einzog, beobachtete Stein seinen Freund Kubitschek bei „Lockerungsübungen“ in Richtung dieser Partei und ihres Umfeldes.

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