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Bundeswehr : Jung präsentiert Entwurf für Ehrenmal

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Eine Halle in Form einer Erkennungsmarke, die jeder Bundeswehrsoldat im Einsatz trägt Bild: AP

Auf dem Berliner Gelände des Verteidigungsministeriums soll an getötete Bundeswehrangehörige erinnert werden. Doch Jungs Initiative stößt auf Unmut in der FDP - sie fordert eine breite, öffentliche Diskussion über das Ehrenmal im Parlament.

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          Verteidigungsminister Jung (CDU) hat am Mittwoch den Entwurf für das Ehrenmal präsentiert, das auf dem Berliner Gelände des Verteidigungsministeriums an Soldaten und zivile Mitarbeiter der Bundeswehr erinnern soll, die im Dienst ums Leben gekommen sind.

          Die Pläne sehen vor, eine Halle zu errichten, die nach Auskunft des Architekten Andreas Meck von einem „Bronzekleid“ umhüllt ist, das in Form von halbrunden Ausstanzungen Gestaltungselemente einer Erkennungsmarke aufnimmt, die jeder Bundeswehrsoldat im Einsatz trägt. Die Anlage soll frei zugänglich für die Öffentlichkeit sein.

          Nicht unumstritten

          Das Ehrenmal, das auf Initiative Jungs bis Mitte des kommenden Jahres nach fertig gestellt werden soll, ist nicht unumstritten, weil etwa die FDP-Opposition im Bundestag fordert, über das Gedenken an die Toten – und damit auch über das Ehrenmal – müsse das Parlament bestimmen.

          Nach Auffassung des Koalitionspartners SPD liegt es jedoch es im Ermessen des Verteidigungsministers, über ein Ehrenmal für Bundeswehrangehörige zu bestimmen. Die Verteidigungspolitiker der Union hießen Jungs Vorhaben am Mittwoch noch einmal ausdrücklich gut. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Schneiderhan, sagte, die Errichtung eines Ehrenmals sei „nicht nur angemessen, sondern überfällig“. Schneiderhan hatte bei Auswahl aus sechs Entwürfen mitgewirkt, die das Verteidigungsministerium von namhaften Architekten und Bildhauern erbeten hatte. Der Auswahlkommission, die vom Chef des Planungsstabes, Schlie, geleitet wurde, gehörten zudem der frühere Bauminister Schneider, die Architekten Braunfels und Sattler sowie der Historiker Stölzl an.

          „Den Toten unserer Bundeswehr“

          Nachdem Jung zunächst an einen Gedenkort für die Soldaten gedacht hatte, die bei Auslandseinsätzen etwa auf dem Balkan oder in Afghanistan ums Leben gekommenen waren, soll nun ein Ehrenmal aller seit Bestehen der Bundeswehr getöteten Militärangehörigen gedenken. An Angehörige der Nationalen Volksarmee der DDR, die in ihrem Dienst ums Leben kamen, soll nicht erinnert werden. Es gebe, so sagte der Minister, beim Ehrenmal, einen ausdrücklichen Bezug zur Bundeswehr und zum Grundgesetz, was sich schon in der Inschrift zeige. Diese soll lauten: „Den Toten unserer Bundeswehr – Für Frieden, Recht und Freiheit.“

          Der FDP-Vorsitzende Westerwelle sagte, es gehe auch im Fall des Ehrenmals darum, ob man die Bundeswehr als „Regierungsarmee“ oder als „Parlamentsarmee“ begreife. Nach Auffassung seiner Fraktion solle sich das Parlament in breiter, öffentlicher Diskussion mit dem Vorhaben befassen, so wie das auch bei anderen umstrittenen Gedenkstätten der Fall gewesen sei.

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