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Julia Klöckner im Interview : „Kein Recht auf täglich Billigfleisch“

Ein Ruhrtaler Freilandschwein steht in seinem Freigehege. Bild: dpa

Julia Klöckner will die Tierhaltung in Deutschland verändern. Corona könnte ihr dabei sogar helfen. Ein Gespräch mit der Bundeslandwirtschaftsministerin.

          6 Min.

          Frau Ministerin, wer hätte gedacht, dass in der Corona-Krise ausgerechnet über Fleischkonsum geredet wird und über die Situation in den Schlachthöfen?

          Frank Pergande
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Corona beschleunigt und verdichtet Diskussionen. Viele Probleme sind ja nicht neu. Aber durch die Schlachthofvorkommnisse ist ein Momentum entstanden, das strukturelle Veränderungenbegünstigt. Das eigentliche Problem besteht darin, dass beim Fleisch der Preis des Produktes nicht dem Wert entspricht. Wenige Cent für hundert Gramm Geflügel – wer soll da noch höhere Standards in der Tierhaltung und der Schlachtung einhalten, wie soll eine Bauernfamilie davon leben können? Ramschpreise beim Fleisch sind unethisch. Dabei fängt der Druck auf die Preise an der Theke an. Im Schlachthof geht es um Cent–Beträge, und die Landwirte spüren den Druck am meisten.

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