https://www.faz.net/-gpf-aa1lu

Bornplatzsynagoge in Hamburg : „Es darf keinen Schlussstrich geben“

Die Bornplatzsynagoge im Jahr 1910. Sie wurde 1939 abgerissen. Bild: Ullstein

In Hamburg soll eine Synagoge wiederaufgebaut werden. Es gibt viel Unterstützung – aber auch Kritik: Etwa von der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano.

          10 Min.

          Esther Bejarano war eine junge Frau, als das jüdische Leben in Deutschland ausgelöscht werden sollte. Sie hat das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Heute lebt sie in Hamburg und ist mit 96 Jahren eine wichtige Stimme in der Stadt, wenn es um das Erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten geht. Als alte Frau erlebt sie nun, wie hitzig darüber diskutiert wird, wie man jüdisches Leben in der Stadt stärken kann – und welche Rolle dabei der Wiederaufbau einer zerstörten Synagoge spielen könnte.

          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Esther Bejarano sagt, sie fühle sich wohl in Hamburg. Sie hat ihre Freunde, das Café, in das sie so gern geht. Nichts fehle ihr hier. Sie sei eine Jüdin und müsse sich nicht verstecken. Sie sagt: „Ich brauche keine neue Synagoge, damit ich mich besser fühle in Hamburg.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Am 18. Juni in Teheran: Ebrahim Raissi winkt den Medien zu, nachdem er seine Stimme in einem Wahllokal abgegeben hat. Die Wahl gewann er.

          Irans neuer Präsident : Schlächter und Schneeflocke

          Nächste Woche tritt Ebrahim Raissi sein Amt als iranischer Präsident an. Mit ihm zerbricht der Mythos vom reformfähigen Regime. Weiß der Westen, mit wem er es zu tun bekommt? Ein Gastbeitrag.