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Katholische Kirche : Joseph Goebbels und die Missbrauchsdebatte

Im Jahr 1937 hält Joseph Goebbels eine Rede über die „Sittlichkeitsprozesse“ in der Berliner Deutschlandhalle. Bild: Bridgeman Images

Die Nationalsozialisten haben sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Priester gezielt für ihre antikatholische Propaganda ausgeschlachtet. Hat das die systematische Vertuschung solcher Fälle nach dem Krieg begünstigt?

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          Wurde sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland jahrzehntelang von Bischöfen auch deshalb bagatellisiert und vertuscht, weil die Nationalsozialisten solche Fälle für eine großangelegte Kampagne zur Diskreditierung der Kirche instrumentalisiert hatten? Nach dem Motto: Hitlers Schergen haben das Ganze ja nur für ihre verbrecherischen Zwecke maßlos aufgebauscht.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Vor dem Hintergrund dessen, was vor zehn Jahren am Berliner Canisius-Kolleg seinen Anfang nahm, erscheinen die rund 250 sogenannten Sittlichkeitsprozesse, die 1936 und 1937 auf Betreiben der Nationalsozialisten gegen Angehörige katholischer Orden und Weltpriester geführt wurden, in einem neuen Licht: Denn in vielen Fällen ging es hierbei um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen.

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