https://www.faz.net/-gpf-9tdx5

Nach Abwahl in Ausschuss : Paul verzichtet auf Kandidatur als AfD-Landeschef

  • Aktualisiert am

Joachim Paul am Dienstag nach seiner Abwahl im Landtag Bild: dpa

Am Wochenende verlor Joachim Paul wegen seiner mutmaßlichen Nähe zu NS-Gedankengut den Vorsitz im Medienausschuss des Mainzer Landtags. Nun nimmt er seine Kandidatur für den AfD- Landesvorsitz zurück.

          1 Min.

          Joachim Paul wird nun doch nicht bei der Wahl zum neuen Landesvorsitzenden der rheinland-pfälzischen AfD antreten. Er werde bei dem Parteitag am Samstag in Bingen zugunsten von Michael Frisch verzichten, sagte Paul am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der „Trierische Volksfreund“ und der SWR darüber berichtet.

          Paul war am Dienstag von seinem Amt als Vorsitzender des Medienausschusses im Mainzer Landtag abgewählt worden. Hintergrund war der Verdacht, dass er 2011 für eine NPD-nahe Zeitschrift geschrieben haben soll. Zudem gab es weitere Hinweise auf eine Nähe zu NS-Gedankengut. So soll er eine E-Mail-Adresse mit den Namen „Blackshirt“ benutzt haben - ein Begriff, der sich gemeinhin auf die schwarzen Hemden der Faschisten bezieht. Daneben wurde bekannt, dass Pauls Doktorvater die Betreuung seines Promovenden beendet hatte, weil sich Paul unkritisch mit Schriften von SS-Ideologen befasst haben soll.

          „Partei in ruhiges Fahrwasser führen“

          Frisch, der nun statt Paul für den Landesvorsitz kandidiert, sagte laut SWR, er wolle die Partei nach der Aufregung in ruhigeres Fahrwasser führen. Der 62 Jahre alte Lehrer war in der Landtagsfraktion bisher für Familienpolitik und Bildung zuständig. Seine Positionen gelten nicht als radikal.

          Weitere Themen

          Massenproteste gegen Präsident Keita in Mali Video-Seite öffnen

          Plünderungen und Gewalt : Massenproteste gegen Präsident Keita in Mali

          Das westafrikanische Krisenland Mali wird von Protesten gegen Präsident Ibrahim Boubacar Keita erschüttert. Der hat nun Auflösung des Verfassungsgerichts angekündigt und kam damit einer Forderung der Opposition nach. Die Regierungskritiker wollen allerdings so lange weiterdemonstrieren, bis Keita zurücktritt.

          Topmeldungen

          Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, während des Gespräch in der Vorstandetage der Deutschen Bank in Frankfurt.

          Deutsche Bank-Vize im Gespräch : Keine Fusion aus Angst vor Dritten

          Neben der Commerzbank und Wirecard steht die Deutsche Bank derzeit solide da. Karl von Rohr spricht darüber, wo die Corona-Krise Spuren hinterlässt, was er sich von der Bafin wünscht und warum die Bank Hilfe von Google braucht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.