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Jens Spahn im Gespräch : „Wir bauen Druck auf, aber wir sind es den Patienten schuldig“

Jens Spahn in seinem Arbeitszimmer im Ministerium Bild: Matthias Lüdecke

Der Kompromiss beim Paragrafen 219a sei gut, findet Gesundheitsminister Jens Spahn. Ein Gespräch über Kompromisse, die Rolle der Kassen bei der Präimplantationsdiagnostik – und seinen Vorstoß bei der Organspende.

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          Herr Minister, der Bundestag hat gerade den Kompromiss zum Werbeverbot bei Schwangerschaftsabbrüchen beschlossen. Ärzte befürchten weiterhin Rechtsunsicherheit, Frauenrechtler sind mit dem Ergebnis auch unglücklich. Können Sie da zufrieden sein?

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.
          Marlene Grunert
          Redakteurin in der Politik.
          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Ja, denn das ist ein guter Kompromiss – für die Frauen und die Ärzte. Den Frauen helfen wir, in einer schwierigen Lage leichter einen Arzt zu finden. Und die Ärzte bekommen Rechtssicherheit, wie sie informieren dürfen. Ganz wichtig war in der gesamten Diskussion, dass wir den Grundkompromiss aus den neunziger Jahren zum Schwangerschaftsabbruch nicht in Frage stellen. Damals wurde für ein sehr schwieriges Thema eine Lösung gefunden, die bis heute eine hohe Akzeptanz hat. Das sollte man nicht aufs Spiel setzen.

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