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Kampf um CDU-Vorsitz : Spahn: Es gab keine Absprache mit AKK

  • Aktualisiert am

Annegret Kramp-Karrenbauer nach ihrer Wahl in Hamburg mit den Unterlegenen Jens Spahn (l.) und Friedrich Merz Bild: EPA

Nach einem Bericht streut das Merz-Lager Gerüchte über eine Absprache mit Kramp-Karrenbauer auf dem CDU-Parteitag. Doch das weist der dritte Kandidat, Jens Spahn, zurück.

          Der im Rennen um den CDU-Parteivorsitz im ersten Durchgang ausgeschiedene Kandidat Jens Spahn hat angebliche Absprachen bei der Stichwahl für die spätere Siegerin Annegret Kramp-Karrenbauer dementiert. „Ich kenne keine Absprache und war auch nicht Teil einer solchen Absprache“, sagte Spahn dem „Spiegel“. „Meine Unterstützer hatten von mir keine Empfehlung für ihr Votum im zweiten Wahlgang, auch nicht über zwei, drei, sechs oder acht Ecken“, sagte der Bundesgesundheitsminister. Die Delegierten hätten „eigenständig entschieden“.

          Nach der Niederlage von Friedrich Merz streuen laut „Spiegel“ einige von dessen Unterstützern Gerüchte, wonach Spahn gemeinsam mit dem am nächsten Tag von Kramp-Karrenbauer als Generalsekretär vorgeschlagenen JU-Chef Paul Ziemiak die entscheidenden Stimmen für sie in der Stichwahl besorgt hätte. Auch Gerüchte, die Parteitagsregie habe mit Tricks gegen Merz gearbeitet, wies der Bundesgesundheitsminister zurück.

          „Ich habe diese Dinge auch gelesen, dass Mikrofone leise gestellt worden wären und so weiter“, sagte Spahn. „Aber ich glaube das nicht, und kann mir auch nicht vorstellen, dass Friedrich Merz das annimmt.“ Spahn wünscht sich nach eigenen Worten, dass Merz auf seine Anhänger einwirkt, weiterhin in der CDU zu bleiben. „Nach einem intensiven Wahlkampf und einem so knappen Ergebnis ist doch klar, dass viele enttäuscht sind“, sagte er dem „Spiegel“. „Ich werbe aber dafür, jetzt zusammen zu stehen und die neue Parteiführung bestmöglich zu unterstützen.“

          Er gehe davon aus, dass Merz das Resultat weiterhin akzeptiere. „Ich halte es für richtig, dass Friedrich Merz dabei bleibt. Er könnte uns in den Wahlkämpfen im nächsten Jahr sicher sehr helfen“, sagte Spahn. Man müsse aber „auch nicht alles sofort unter dem unmittelbaren Eindruck eines solchen Parteitags klären“.

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