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„Nicht das passende Format“ : Spahn bedauert Auftritt beim CDU-Parteitag

  • Aktualisiert am

Jens Spahn beim CDU-Parteitag am Samstag in Berlin. Bild: dpa

Jens Spahn hat seinen umstrittenen Auftritt beim CDU-Parteitag bedauert. Der Gesundheitsminister hatte die Fragerunde zu einem Plädoyer für Armin Laschet genutzt. Danach erhielt er bei der Wahl der Stellvertreter das schlechteste Ergebnis.

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          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen umstrittenen Auftritt beim digitalen CDU-Bundesparteitag bedauert, bei dem er die Fragerunde zu einem Plädoyer für Armin Laschet genutzt hatte. „Ich sehe im Nachhinein: Es war nicht das passende Format“, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter. „Das bedauere ich.“ Er habe als Laschets Teampartner vor der Wahl des Parteichefs noch einmal für den NRW-Ministerpräsidenten werben wollen. „Das sorgte und sorgt bei manchen für Irritationen.“

          Zugleich rief Spahn die CDU zur Geschlossenheit auf: „Nach unserem Parteitag heißt es nun zusammenstehen, hinter unserem Vorsitzenden Armin Laschet und für den Erfolg der Union.“

          Spahn hatte sich am Samstag in der Fragerunde nach der Vorstellung der Kandidaten zur Wort gemeldet, aber gar keine Frage gestellt, sondern stattdessen für Laschet geworben: „Armin Laschet hat gezeigt, dass er das Land, dass er die Partei zusammenführen kann. Er lebt Zusammenhalt.“ Spahn trat später für einen Stellvertreterposten an. Mit 589 Stimmen erhielt er das mit Abstand schlechteste Ergebnis der fünf Bewerber. Dies wurde als die Quittung der Delegierten für seinen Auftritt interpretiert.

          Unterdessen rufen nach der Wahl von Armin Laschet führende Christdemokraten die Partei zur Geschlossenheit auf. „Es darf jetzt kein Nachkarten oder Infragestellen geben“, sagte CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus der „Rheinischen Post“. Auch der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch forderte Unterstützung für Laschet.

          Hintergrund sind Sorgen vor Flügelkämpfen, weil es der unterlegene Bewerber Friedrich Merz ablehnte, sich in die CDU-Spitze einbinden zu lassen und stattdessen vergeblich den Posten des Wirtschaftsministers forderte. Laschet kündigte an, er werde sich um eine Einbindung des konservativen Wirtschaftspolitikers bemühen. Das sei auch mit dem dritten Kandidaten Norbert Röttgen gelungen, der dem neuen Parteichef seine Solidarität versicherte und ins CDU-Präsidium einrückte

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