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Naturschutz in der Pandemie : Ist Corona schlecht für die Umwelt?

Ein Fuchs bei Utecht in Mecklenburg-Vorpommern im April 2021 Bild: dpa

Umweltverbände sind trotz des Verzichts auf Fernreisen unzufrieden. Weder den Tieren, noch den Bäumen, noch dem Klima habe der Ausnahmezustand wirklich geholfen, sagen sie.

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          In der Pandemie haben die Deutschen auf vieles verzichtet, was der Umwelt schadet. Sie sind nicht in den Urlaub geflogen und haben das Auto stehen lassen. Weil alle Restaurants, Kinos, Theater und Museen geschlossen hatten, haben viele die heimischen Wälder entdeckt. Vieles war so, wie es Umweltschützer immer gefordert hatten: Es gab Verzicht und Naturnähe.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Trotzdem sind Umweltverbände keineswegs zufrieden. Vom Naturschutzbund Deutschland heißt es auf Anfrage der F.A.S.: „Wirkliche Lockdown-Effekte zugunsten der Tierwelt, wie ein extrem verringertes Verkehrsaufkommen oder die Abwesenheit von Menschen in den Parks, gab es nur in den ersten paar Wochen der Pandemie. Es gab wahrscheinlich weniger überfahrene Wildtiere, und der ein oder andere Fuchs hat die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und seine Jungen im Sportpark bekommen. Die meisten ‚Effekte‘ waren aber tatsächlich nur gefühlt.“ Weil die Menschen mehr in die heimischen Wälder gingen, beobachteten die Naturschützer sogar Schäden. Das Wildcampen nahm zu. Brutgelege von Seevögeln wurden zerstört. Es wurde Müll liegen gelassen und Feuer in trockenen Wäldern gemacht.

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