https://www.faz.net/-gpf-abm09

Staatsschutz ermittelt : Israel-Flaggen vor Synagogen in Bonn und Münster angezündet

  • Aktualisiert am

Die Polizei rückte wegen brennender Israel-Fahnen in Bonn und Münster an (Symbolbild). Bild: Finn Winkler

Während der Konflikt im Nahen Osten eskaliert, brennen in Deutschland israelische Fahnen. In Münster stellt die Polizei 13 Tatverdächtige. In Bonn wurde zudem der Eingang einer Synagoge beschädigt.

          1 Min.

          Vor zwei Synagogen in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagabend israelische Flaggen angezündet worden. Die Polizei in Münster stellte am Abend 13 Tatverdächtige, teils vor Ort, wie sie mitteilte. In Bonn nahm die Polizei eigenen Angaben zufolge drei Tatverdächtige fest: zwei 20 Jahre alte Männer und einen 24-Jährigen. In beiden Fällen hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

          Aus Münster hieß es, mehrere Zeugen hätten der Polizei am Abend per Notruf mitgeteilt, dass sich „eine etwa 15-köpfige Gruppe mit arabischem Aussehen“ vor der Synagoge aufhalte, laut rufe und eine israelische Fahne verbrenne. Die Synagoge selbst wurde nicht beschädigt. Den Tatverdächtigen drohen Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

          Vor der Synagoge in der Tempelstraße in Bonn wurden laut Polizei mehrere Menschen dabei beobachtet, wie sie den Eingang mit Steinen beschädigten und mit Feuer hantierten. Dort fanden die Einsatzkräfte eine weiß-blaue angezündete Flagge. Ein Glasteil der Eingangstür der Synagoge wurde mit Steinen beschädigt. Auch drei Zettel mit möglicherweise arabischen Schriftzeichen wurden gefunden, wie es hieß.

          In Israel hatte sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan Mitte April zugespitzt. Inzwischen sind es die heftigsten Auseinandersetzungen seit mehreren Jahren. Der Ramadan geht diese Woche zu Ende.

          Weitere Themen

          „Juneteenth“ zum Gedenken an das Ende der Sklaverei Video-Seite öffnen

          Amerikanischer Feiertag : „Juneteenth“ zum Gedenken an das Ende der Sklaverei

          In Amerika ist der 19. Juni, an dem unter dem Namen „Juneteenth“ an das Ende der Sklaverei erinnert wird, fortan ein nationaler Feiertag. Der amerikanische Präsident Joe Biden unterzeichnete im Weißen Haus ein entsprechendes Gesetz, das vom Kongress mit überwältigender Mehrheit beschlossen worden war.

          Die Mails vom falschen Konto verschickt

          Hackerangriff in Polen : Die Mails vom falschen Konto verschickt

          Michał Dworczyk, der Amtschef des polnischen Ministerpräsidenten, hat zahlreiche dienstliche E-Mails von seinem privaten Konto verschickt. Die erscheinen nun fortlaufend auf Telegram. Der Spott der Opposition ist groß.

          Topmeldungen

          Der texanische Rancher Tony Sandoval steht im März vor einem Abschnitt der Grenzmauer zu Mexiko.

          Migration in die USA : Texas will Trumps Mauer bauen

          Private Spender sollen helfen, in Texas Grenzanlagen zu Mexiko zu finanzieren. Mit der „Mauer“, die Donald Trump seinen Anhängern einst versprach, machen nun auch andere Politik.

          Livestream : Welche Gefahr geht von der Delta-Variante aus?

          Wie entwickeln sich die Infektionszahlen? Wie läuft die Impfkampagne? In Berlin äußern sich Gesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler zur aktuellen Corona-Lage.
          Mette Frederiksen, die Ministerpräsidentin von Dänemark, verkündet mit Vorsitzenden der Parteien einen Wiedereröffnungsplan nach dem Corona-Lockdown

          Dänische Sozialdemokratie : Dänemark zuerst bedeutet Europa zuletzt

          Begriffe wie „internationale Verpflichtungen“, „Konventionen“ und „Menschenrechte“ sind von vornherein negativ besetzt: Vom unheimlichen Schmusekurs der dänischen Sozialdemokratie mit rechtspopulistischen Wählern.
          Michał Dworczyk am 16. Juni in Warschau

          Hackerangriff in Polen : Die Mails vom falschen Konto verschickt

          Michał Dworczyk, der Amtschef des polnischen Ministerpräsidenten, hat zahlreiche dienstliche E-Mails von seinem privaten Konto verschickt. Die erscheinen nun fortlaufend auf Telegram. Der Spott der Opposition ist groß.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.