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Islamistischer Terror : Auf dem linken Auge blind

Gedenken an Samuel Paty auch in Berlin Bild: EPA

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert will das Schweigen zur islamistischen Ideologie beenden. Denn die Kritik am politischen Islam überließ die Linke bisher den Rechtspopulisten.

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          Es sollte eine Botschaft sein: Am Donnerstagmittag hatte ein mutmaßlicher Islamist mit einem Messer drei Menschen in einer Kirche in Nizza brutal ermordet, am Abend kamen in Berlin vor der Französischen Botschaft Dutzende Personen zusammen, um mit einer Schweigeminute der Opfer des islamistischen Terrors in Frankreich zu gedenken. Angemeldet hatte die Spontankundgebung der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle. Ihm folgten viele, unter anderem die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt, der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und auch einige Mitglieder der AfD.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.

          Sie alle wollten ein Zeichen setzen gegen den sich ausbreitenden islamistischen Terror in Frankreich. Das war umso wichtiger, als am Donnerstagabend, etwa zur gleichen Zeit, nur wenige Kilometer entfernt auf dem Hermannplatz in Neukölln einige Männer sich dabei filmen ließen, wie sie laut „Allahu Akbar“ (Allah ist groß) riefen und gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron demonstrierten.

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