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Islamismus in Deutschland : Das eigene Land

Deutschland befindet sich nicht im Kriegszustand - auch wenn das die Terroristen gern hätten.

          Für die Sicherheitsbehörden in Europa sind Razzien gegen (mutmaßliche) Islamisten schon Routine. Sie haben auch stets mit Anschlägen gerechnet, nichts anderes verbirgt sich ja hinter der auch hierzulande stets beschworenen „hohen abstrakten Gefahr“. Die Durchsuchungen und Festnahmen der vergangenen Tage zeigen aber auch, dass diese Routine nicht zu Schläfrigkeit geführt hat, dass es Mittel gegen den Terror gibt - kaum gegen den Fundamentalisten, der sich im stillen Kämmerlein radikalisiert und dann zum Messer greift, wohl aber gegen Nährboden und Strukturen der Bedrohung.

          Erhöhte Wachsamkeit ist dabei nicht gleichzusetzen mit martialischen Polizeiaufgeboten. Deutschland befindet sich nicht im Kriegszustand - auch wenn das die Terroristen sicher gern hätten. Sie sind Schwerverbrecher und müssen auch so behandelt werden. Die Wurzeln des Hasses auf diesen freiheitlichen Staat zu beseitigen, das ist eine Aufgabe, die über Gefahrenabwehr und Strafrecht hinausweist. Da geht es um Identität, darum, dieses Land als das eigene anzuerkennen, also um gelebten Patriotismus.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“, „Staat und Recht“ sowie Frankfurter Allgemeine Einspruch.

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