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Islamfeindliche Aktion : Gescheiterte Provokation eines Rechtsextremisten

Wollte auch ins dänische Parlament einziehen: Rasmus Paludan im April 2019 in Kopenhagen Bild: Reuters

Ein dänischer Rechtsextremist wollte in Berlin-Neukölln eine islamfeindliche Aktion durchführen. Wie er zwei Mal nach Deutschland kam und doch scheiterte.

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          Rasmus Paludan war diese Woche gleich zweimal in Berlin. Einmal kam er nicht weit, das zweite Mal dauerte der Aufenthalt länger, allerdings in Polizeigewahrsam. Paludan ist der Vorsitzende der rechtsextremen, islamfeindlichen dänischen Partei „Stram Kurs“. Auf Facebook hatte er Anfang dieser Woche seine Anhänger auf dänischer Sprache und über dem Bild eines brennenden Autos dazu aufgerufen, sich am Mittwoch „in dem islamisierten Gebiet“ an der Sonnenallee im Berliner Stadtteil Neukölln zu treffen, wo viele arabischstämmige Migranten wohnen. Dort wolle man dem deutschen Volk zeigen, was der Islam sei. „Wir bringen den Koran mit!“, hatte Paludan geschrieben.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Die Berliner Polizei und die Innenverwaltung waren gewarnt, dass der Extremist aus Dänemark, der in seiner Heimat schon durch eine Koran-Verbrennung für Aufsehen gesorgt hatte, in die deutsche Hauptstadt kommen wollte. Am Dienstag landete Paludan mit drei Begleitern von Kopenhagen kommend auf dem Flughafen Tegel. Bundespolizisten übergaben ihm noch im Flugzeug die Einreiseverweigerung. Paludan flog noch mit derselben Maschine zurück, betrat also nicht den Boden der Bundesrepublik.

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          : Aktion

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