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Terrorverdacht : Mutmaßlicher IS-Kommandeur in Niederbayern festgenommen

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Zugriff in Bayern: Die Polizei hat offenbar einen ranghohen Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front gefasst. Er soll ab 2015 auch für den IS Anschläge in Europa vorbereitet haben.

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          Die Bundesanwaltschaft hat in Niederbayern ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadisten-Milizen Islamischer Staat (IS) und Al-Nusra-Front festnehmen lassen. Dem 31 Jahre alten Zoher J. werde Mitgliedschaft in ausländischen terroristischen Vereinigungen sowie ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, teilten die Karlsruher Ermittler am Mittwoch mit.

          Der syrische Staatsbürger soll im Jahr 2011 mit zwei gesondert von Karlsruhe verfolgten Beschuldigten eine zur Al-Nusra-Front gehörende Kampfeinheit gegründet haben. Zunächst sollen sie im Raum Aleppo aktiv gewesen sein, ab 2013 auch in den Regionen Tabka und Rakka in Syrien. In Aleppo soll J. das Kommando geführt haben. Nachdem das Gebiet zum Jahreswechsel 2013/2014 unter weitgehende IS-Kontrolle geraten sei, habe sich der Beschuldigte dem IS angeschlossen und für dessen „Geheimdienst“ gearbeitet.

          Spätestens Ende August 2015 sei er in dieser Funktion nach Deutschland gereist. Von hier aus pendelte er der Bundesanwaltschaft zufolge nach Griechenland, um dort in Flüchtlingslagern Mitglieder für Terrorzellen in Europa zu rekrutieren. Außerdem habe er die bereits in Europa agierenden Terrorzellen koordinieren sollen, um noch nicht näher geplante Anschläge zu verüben.

          Bereits vor seiner Ausreise nach Deutschland habe J. einem der gesondert Verfolgten unter anderem einen mit Sprengstoff präparierten Gürtel sowie eine Handfeuerwaffe übergeben, die dieser für ihn nach Aleppo transportieren sollte.

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