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Inzidenz und Krankenhaus-Lage : Dreyer fordert neuen Corona-Warnwert

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Die Inzidenz sage heute viel weniger über die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, sagt Malu Dreyer (SPD), die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Bild: dpa

Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die SPD weiß die Mainzer Regierungschefin hinter sich.

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          Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. „Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen“, sagte Dreyer der Samstagsausgabe der Rheinischen Post. „Dennoch sagt die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden.“

          Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, meinte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. „Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen.“ Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als „sehr kluges Ampelsystem“. „Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit.“

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          Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, unterstützte am Samstag Dreyers Forderung. „Mit zunehmendem Impffortschritt verliert eine steigende Inzidenz ihre Aussagekraft. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher seit Monaten, den Inzidenzwert durch weitere Kriterien für Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus zu ergänzen“, so Wiese. Als weitere Kriterien nannte er die Krankenhausbelegungen, die Belastungen der Intensivstationen und den Impffortschritt.

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