https://www.faz.net/-gpf-t1z1

Interview mit Volker Kauder : „Deutscher Paß nur bei gelungener Integration“

  • Aktualisiert am

Kauder: „Wir haben ein besonderes Verhältnis zu Israel” Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), fordert von Ausländern in Deutschland die Akzeptanz der deutschen Leitkultur. „Wer Deutscher werden will, muß sich auch zur deutschen Geschichte bekennen“, sagte er.

          1 Min.

          Die CDU hält am Begriff der deutschen Leitkultur fest. Der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wer Deutscher werden will, muß sich auch zur deutschen Schicksalsgemeinschaft und damit zur deutschen Geschichte bekennen. Zudem muß er die deutsche Leitkultur akzeptieren.“

          Der CDU-Politiker fuhr fort: „Zu unserer, der deutschen Schicksalsgemeinschaft, gehört es, daß wir ein besonderes Verhältnis zu Israel haben. Das müssen auch alle muslimischen Einbürgerungswilligen akzeptieren.“

          „Rot-grüne multikulturelle Träumereien“

          Kauder sagte, Sanktionen stünden zwar nicht im Mittelpunkt der Integrationspolitik, doch forderte er: „Ausländern, denen der Besuch von Sprachkursen wegen mangelnder Deutschkenntnisse auferlegt wird, die diese Kurse aber nicht besuchen, müssen Sozialleistungen gestrichen werden.“ Einen deutschen Paß dürfe nur erhalten, wer integriert sei, sagte Kauder. „Die Einbürgerung muß das Ergebnis einer gelungenen Integration sein. Der deutsche Paß als Einstieg in eine Integration, wie es Teile der SPD fordern, so etwas geht nicht.“ Immerhin sei die SPD insoweit in der Realität angekommen, als sie die „rot-grünen multikulturellen Träumereien“ beendet habe.

          Integrationsgipfel : Multikulti im Kanzleramt

          Weitere Themen

          Joe und Jill Biden von der Queen Video-Seite öffnen

          Nach G7-Gipfel : Joe und Jill Biden von der Queen

          Nach seiner Teilnahme am G7-Gipfel ist US-Präsident Joe Biden mit seiner Frau Jill von der britischen Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor empfangen worden.

          Topmeldungen

          Die Villa der Wannsee-Konferenz in Berlin Zehlendorf

          Holocaust-Debatte : Die Gleichmacher

          Seit kurzem wird die Singularität des Holocausts auch von links in Frage gestellt: Sie verdränge koloniale Genozide und sei eine deutsche Zivilreligion. Die Argumente dieser Kritik sind voller historischer Lücken.
          Nach dem Lockdown zieht es die Menschen wie hier in Magdeburg nach draußen und zum Geldausgeben.

          Hanks Welt : Kaviar statt Butterbrot

          Es gibt Zeitgenossen, die uns einreden wollen, wir dürften jetzt nicht zurück zur Normalität. Bescheidenheit sei das Gebot der Stunde. Wer das fordert, verfolgt jedoch nur ein Umerziehungsprogramm nach seinen eigenen Normen.

          Löws Neuaufbau des DFB-Teams : Drei Jahre im Kreis gedreht

          Fußball-Bundestrainer Joachim Löw versprach nach der WM einen Neuaufbau, kam aber bis zur EM kaum voran. Was kann er der „Schicksalsgemeinschaft“ Nationalelf nun noch geben?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.