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Intensivstationen am Limit : „Diese Dynamik haben wir alle unterschätzt“

Eine Krankenpflegerin in Schutzausrüstung während der Arbeit am Bett eines Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Asklepios Klinik in Langen im April Bild: Frank Röth

Der Intensivmedizinier Christian Karagiannidis spricht über die Situation auf den Intensivstationen. Mit einem Prognosemodell zeigt er: Ohne einen echten Lockdown sähe es nach Weihnachten düster aus.

          5 Min.

          Herr Karagiannidis, im Oktober sprachen wir schon einmal über die Situation auf den Intensivstationen. Zu der Zeit begann die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten schon langsam zu steigen, sie lag bei etwa 600. Sie sagten: „Die Wochen der Wahrheit kommen noch.“ Heute liegt die Zahl bei mehr als 4400.

          Tim Niendorf

          Politikredakteur.

          Da habe ich wohl recht behalten. Aber dass es so schnell hochgeht, damit hätten wir damals nicht gerechnet.

          Wie konnte das passieren?

          Wir sind relativ früh in ein exponentielles Wachstum gekommen. Der Lockdown light hat dann dazu geführt, dass aus einem exponentiellen ein lineares Wachstum wurde. Nun sehen wir wieder einen Knick nach oben, das sind sicherlich die Älteren, die erkranken und eher auf der Intensivstation landen.

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