https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/intensivbetten-und-corona-die-lage-ist-schlimmer-als-vermutet-17098849.html

Intensivbetten und Corona : „Wir haben praktisch nie ein Bett frei“

Intensivstation der Asklepios Klinik in Langen Bild: Frank Röth

Der Intensivmediziner Bernhard Zwißler hat täglich mit Covid-19-Patienten zu tun. Er sagt: Die Lage ist schlimmer, als es die Zahlen vermuten lassen.

          5 Min.

          Herr Zwißler, Sie haben einen guten Überblick über die Lage in den Krankenhäusern. Vor kurzem haben Sie uns gesagt, alle derzeit noch frei verfügbaren Intensivbetten würden in wenigen Wochen belegt sein. Zum Glück ist die Anzahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen aber nicht so stark gestiegen. Wie kommt das?

          Morten Freidel
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Zunächst einmal: Die Situation in den Krankenhäusern ist trotzdem äußerst angespannt. Im Moment müssen mehr als 4400 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen in Deutschland behandelt werden. In der Spitze der Frühjahrswelle waren es etwa 2800. Wir liegen also bereits deutlich über dem Spitzenwert. Und man muss wissen, dass unsere Probleme noch viel länger anhalten werden, denn es kommen ja nach und nach mehr Leute auf den Intensivstationen an.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Brandenburger Idylle: Gerade in ländlichen Regionen ziehen junge Frauen oft ins Elternhaus des Partners.

          Leben bei den Schwiegereltern : Idylle oder Albtraum?

          Die Idee klingt praktisch: Lass uns doch, sagt der Partner, ins Haus meiner Eltern ziehen. Unsere Autorin war skeptisch. Aber sie ließ sich überzeugen, das Lebensmodell eine Weile zu testen – und hat heute eine sehr eindeutige Haltung.