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Integrationsbeauftragte : „Rassismus und Rechtsextremismus sind die größte innere Gefahr“

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan (SPD), im August im Kanzleramt Bild: Jens Gyarmaty

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung über Gefahren für die Demokratie, ihren Einfluss im Kabinett und die Frage, ob es Flüchtlinge zweier Klassen gibt. Ein Gespräch mit Reem Alabali-Radovan.

          4 Min.

          Frau Staatsministerin, Sie haben sich entsetzt gezeigt über den Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Leipzig. Nach solchen Taten gibt es immer das Ritual von Trauer, Empörung und Forderungen, dass das nie wieder passieren dürfe. Und dann passiert es doch. Wie kann man das verhindern?

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Tobias Schrörs
          Politikredakteur.

          Für mich sind das nicht nur Rituale, ich sehe sie als Auftrag: Rassismus und Rechtsextremismus sind die größte innere Gefahr für unsere Demokratie. Statistisch gibt es pro Tag zwei Angriffe auf Geflüchtete. Da wurde die letzten Jahre vieles verschlafen, viel zu wenig getan. Wir müssen stärker auf Prävention und Bildung setzen. Ich möchte vor allem die zivilgesellschaftlichen Initiativen fördern, die so wichtig sind, auch für die Aufarbeitung rassistischer Anschläge. Und wir müssen gegen rechtsextreme Strukturen vorgehen.

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