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Integration : Zentralrat der Juden plädiert für KZ-Besuche muslimischer Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Integrationskurs in Niedersachsen Bild: dpa

Antisemitische Einstellungen bei muslimischen Flüchtlingen müssten aus Sicht des Zentralrats der Juden gezielter bekämpft werden. Bildungsministerin Wanka fordert mit Blick auf die Integration eine Begrenzung des Migrantenanteils in Schulklassen.

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          Der Zentralratsvorsitzende der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich dafür ausgesprochen, gezielter gegen den Antisemitismus muslimischer Flüchtlinge vorzugehen. Der „Welt am Sonntag“ sagte Schuster, es sei wichtig, „antisemitische Einstellungen in den Integrationskursen zu einem zentralen Thema zu machen“. Zeitlich begrenzte Integrationskurse könnten keine Wunder bewirken. „Aber vielleicht ließe es sich einrichten, dass Kursteilnehmer eine KZ-Gedenkstätte oder ein jüdisches Museum besuchen“, sagte Schuster.

          Es sei richtig, dass die Bundesregierung seit geraumer Zeit die Zahl der Zuwanderer begrenze, sagte Schuster. Auf dem Feld der Integration der Flüchtlinge habe die Bundesregierung „viel und Gutes“ geleistet. „Wer aber glaubt, die Integration könne innerhalb von zwei Jahren gelingen, der irrt“, sagte der Zentralratsvorsitzende mit Blick etwa auf die Integration der jüdischen Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in den 90er Jahren. „Eine vollständige Integration dauert eine, wenn nicht sogar zwei Generationen“, sagte Schuster.

          Wanka fordert von Einwandererfamilien, Deutsch zu sprechen

          Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sprach sich dafür aus, mit Blick auf eine erfolgreiche Integration in Schulklassen den Migrantenanteil zu begrenzen. "Ich bin gegen eine starre Quote, denn die regionalen Unterschiede sind groß", sagte Wanka dem "Focus". "Klar ist aber, dass der Anteil von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund möglichst ausgewogen sein muss." Es dürfe keine keine Klassen geben, in denen der hohe Migrantenanteil dazu führe, "dass die Schüler untereinander vorwiegend in ihrer Muttersprache sprechen und damit eine Integration erschwert wird", appellierte die Ministerin an die Bundesländer.

          Wanka forderte die Eltern in Migrationsfamilien zudem auf, zu Hause mehr Deutsch zu sprechen: "63 Prozent der vier- und fünfjährigen Kita-Kinder mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause nicht Deutsch." Das sei kein kleines Problem, "sondern eines, das Auswirkungen auf spätere Leistungen in allen Fächern und damit auf die Chance zur Teilhabe und die Integration hat", sagte sie.

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