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Innenminister Friedrich : „Muslime gehören zu Deutschland“

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Friedrich: Muslime sind eingeladen, mit uns die Zukunft zu gestalten Bild: dpa

Bundesinnenminister Friedrich hat vor Beginn der Islamkonferenz deutlich gemacht, dass in Deutschland lebende Muslime zur Gesellschaft gehören. „Die geistige, religiöse und kulturelle Identität unseres Landes sei aber christlich-abendländisch geprägt“, sagte der CSU-Politiker.

          Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat vor Beginn der ersten von ihm geleiteten Islamkonferenz die christliche Tradition in Deutschland hervorgehoben. „Die Prägung des Landes, der Kultur aus vielen Jahrhunderten, der Wertmaßstäbe, ist christlich-abendländisch“, sagte Friedrich am Dienstag im ARD-“Morgenmagazin“.

          Die Differenzierung halte er für „wichtig und notwendig“. Zugleich rief Friedrich die Muslime im Land auf, sich stärker in die Gesellschaft zu integrieren. „Es gehören diese vier Millionen Muslime zu Deutschland und sie sind eingeladen, gemeinsam mit uns die Zukunft des Landes zu gestalten.“ Im Vorfeld war seine Bemerkung kritisiert worden, es gebe keine historischen Belege dafür, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

          Als Kernthema der Islamkonferenz bezeichnete Friedrich die Ausbildung von Religionslehrern und Imamen. „Es ist wichtig, diese Menschen heranzuführen auch an die deutsche Kultur, die Landeskunde, aber vor allem auch an die deutsche Sprache.“ Die 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gegründete Islamkonferenz soll die Integration der Muslime in Deutschland voranbringen. In dem Gremium beraten Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen mit Muslimverbänden und muslimischen Persönlichkeiten.

          Der CSU-Politiker Friedrich leitet zum ersten Mal die Deutsche Islam Konferenz. Mit am Tisch sitzen Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen, muslimische Verbände und muslimische Einzelpersonen. Der ehemalige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Islamkonferenz 2006 ins Leben gerufen, um den Dialog zwischen Staat und Muslimen zu verbessern.

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