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Infektionsrisiko an Schulen : „Der größte Fehler wäre, die Maske wegzulassen“

Eine Schülerin der ersten Klasse lernt in einem Klassenzimmer der Comenius-Schule im brandenburgischen Oranienburg Mitte Januar am offenen Fenster. Bild: dpa

Seit der ersten Schulschließung tobt der Streit über das Infektionsrisiko in Klassenzimmern. Zuverlässige Berechnungen liefert eine App des Max-Planck-Instituts Göttingen. Auch zum Lüften haben die Physiker eine klare Haltung.

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          Seit der ersten Schulschließung im Frühjahr tobt der Streit zwischen Lehrerverbänden und Kultusbürokratie über das Risiko einer Corona-Infektion in Klassenräumen. Über den Sinn oder Unsinn von Luftreinigern gegenüber Lüftungskonzepten gab es bisher unterschiedliche Auffassungen. Zuverlässige Berechnungen kann dazu die Web-Anwendung „Heads“ liefern. Der Physiker Eberhard Bodenschatz, Direktor des Max-Planck-Instituts (MPI) für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, hat sie entwickelt. Am Mittwoch stellte er sie auf Einladung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) vor.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Für die Entwicklung der App hat das MPI seine eigenen Daten verwendet, die es bei Messungen der Aerosol-Konzentration erhoben hat. Es hat dafür mehr als 140 Menschen unterschiedlichen Alters getestet. Auch Kinder ab einem Alter von fünf Jahren wurden einbezogen, weshalb die App für Schulen eine gute Datenbasis bildet. Bei allen Altersgruppen haben die Physiker das Atemvolumen berücksichtigt, um auf diese Weise das Infektionsrisiko im Klassenraum auszurechnen.

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