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Infektionen und Rückreisewelle : Corona mit Migrations-Hintergrund

Touristen an der Uferpromenade in Zadar: Am Donnerstag hat das Auswärtige Amt für Teile von Kroatien eine Reisewarnung ausgesprochen. Bild: dpa

Mit Abstand am meisten Corona-Fälle unter den Rückkehrern kommen aus dem Kosovo – nicht gerade ein Sehnsuchtsort deutscher Urlauber. Dem Tourismus wird Unrecht getan.

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          Schon seit Beginn der Warnungen vor dem Rückfall in steigende Infektionszahlen fällt auf, dass die dabei herausragende Gruppe nur ungenügend als „Touristen“ angesprochen oder gar gebrandmarkt wird. Denn es gibt nur bemerkenswert wenige Corona-Fälle unter Urlaubern, die aus klassischen Urlaubsländern wie Spanien oder Griechenland heimkehren.

          Darauf weisen die Statistiken der Bundesländer auch jetzt wieder hin. Weit mehr Fälle kommen aus der Türkei, aus Bulgarien, Serbien, Bosnien oder Kroatien. Mit Abstand vorne liegt das Kosovo – nicht gerade ein Sehnsuchtsort deutscher Touristen. Es hat sich deshalb eingebürgert, neutral von „Rückkehrern“ zu sprechen, was korrekt ist, aber den Umstand verdeckt, dass dem Tourismus Unrecht getan wird.

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