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Debatte um Impfpflicht : Impfen geht nur mit Vertrauen

Ein Jugendlicher wird im November 2021 in Erlangen gegen Corona geimpft. Bild: dpa

Die Regierung eiert herum: Mal stellen Politiker eine Impfpflicht in Aussicht, dann wieder äußern sie Zweifel. Das erhöht das Misstrauen in die Impfung.

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          Impfen ist eine Sache des Vertrauens. Schließlich kann ein Normalbürger nicht selbst prüfen, was ihm in den Arm gespritzt wird und was das mit seinem Körper macht. Niemand behauptet, dass es einfach wäre, den Deutschen ihre Impfskepsis auszutreiben. Nach vielen organisatorischen und kommunikativen Pannen zu Beginn der Impfkampagne sind die Bedingungen ohnehin schon schlecht. Politiker aller Parteien haben zwar wieder und wieder für die Impfung geworben. Außerdem ist es einfacher geworden, einen Impftermin zu bekommen. Trotzdem ist die Impfquote noch zu niedrig. Plötzlich erscheint die Impfpflicht als letzter Ausweg aus der Pandemie. Ausgerechnet die Debatte darüber hat aber weiteres Vertrauen gekostet.

          Im Wahlkampf und noch in den Wochen danach hatten Politiker aller Parteien versichert, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben werde, jedenfalls keine allgemeine. Mutmaßungen, dass es doch anders kommen könnte, wurden ins Reich der Verschwörungstheorie verbannt. Das war fahrlässig, denn die Pandemie hatte damals schon gezeigt, wie schnell das, was gestern noch sicher schien, morgen nicht mehr gilt.

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