https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/immer-mehr-faelle-die-mutanten-sind-ja-schon-laengst-da-17171406.html

Immer mehr Fälle : „Die Mutanten sind ja schon längst da“

Teil-Ergebnisse einer Genomsequenzierung im Rahmen der Untersuchung des Coronavirus und seiner Varianten, hier am 21. Januar im Pasteur-Institut in Paris Bild: AFP

Mindestens 150 Ansteckungen mit Corona-Mutanten sind inzwischen nachgewiesen. Laut Virologen bestimmen die Varianten womöglich schon mancherorts das Infektionsgeschehen.

          4 Min.

          Die Landesgesundheitsämter registrieren immer häufiger Infektionen mit Sars-Cov-2, die von Virusmutanten verursacht worden sind. Bis Freitag sind nach Angaben der Behörden in Deutschland mindestens 150 Ansteckungen mit Corona-Mutanten labormedizinisch nachgewiesen worden. Sie könnten zum Treiber des Infektionsgeschehens werden. Am häufigsten registrieren die Labore Ansteckungen mit der britischen Mutante B.11.7, aber auch Mutanten aus Südafrika, Brasilien und Dänemark sind schon mehrfach nachgewiesen worden.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Virologen wie der Direktor des Virologischen Instituts der Universität Freiburg, Hartmut Hengel, halten es für nicht ausgeschlossen, dass in einigen Teilen des Landes Mutanten das Corona-Infektionsgeschehen sogar schon dominieren. Die Gesundheitsämter verfügen immer noch nicht über einen Überblick über das von Virus-Varianten getriebene Infektionsgeschehen, weil erst seit Ende vergangener Woche in einzelnen Regionen Deutschlands jeder positive PCR-Test einem weiteren Mutanten-PCR-Test unterzogen wird.  

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Ein Straßenschild - nachträglich gegendert

          Gendern und Linguistik : „Wir schütteln nur den Kopf darüber“

          Die Ansprüche haben sich geändert: Die Sprachwissenschaftlerin Damaris Nübling über den jüngsten Aufruf gegen gendergerechte Sprache und zum Blick der Linguistik auf die hitzigen Debatten darum, wer wie spricht.