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Machtkampf in der CSU : Aigner findet derzeitiges Bild ihrer Partei „katastrophal“

  • Aktualisiert am

„Die Menschen bekommen das Gefühl, uns interessierten nur unsere Politikerkarrieren“, sagt CSU-Politikerin Ilse Aigner über ihre eigene Partei. Bild: dpa

Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin warnt ihre Partei nach der Schlappe bei der Bundestagswahl vor einem Rechtsruck – und davor sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen.

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          Die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat den Machtkampf in ihrer Partei scharf kritisiert. „Ich bin davon überzeugt, dass von der derzeitigen Diskussion niemand profitiert – und das Bild, das wir abliefern, ist katastrophal: Die Menschen bekommen das Gefühl, uns interessierten nur unsere Politikerkarrieren“, sagte die Vorsitzende des größten CSU-Bezirks Oberbayern der „Welt am Sonntag“.

          In der CSU hat sich nach der Bundestagswahl eine Front gebildet, die mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr einen Rückzug von Parteichef und Ministerpräsident Horst Seehofer erreichen will. Allerdings gibt es auch weiter viele Unterstützer Seehofers. Als Nachfolgefavorit gilt Bayerns Finanzminister Markus Söder. Allerdings wird auch Aigner als mögliche Ministerpräsidentin gehandelt.

          Die bayerische Wirtschaftsministerin warnte ihre Parteifreunde davor, die CSU als Folge der Schlappe bei der Bundestagswahl auf einen Rechtskurs einzuschwören. „Wir haben mitnichten nur an die AfD Stimmen verloren, sondern auch an Grüne und FDP. Diese Stimmen aus dem bürgerlichen Lager sind endgültig verloren, wenn wir jetzt nur noch auf Lautsprecherei setzen und ausschließlich zum rechten Rand schielen.

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