Warum die Migration über die Alpen sprunghaft steigt
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Beliebte Route: Flüchtlinge aus einem Zug aus Österreich am Grenzbahnhof Buchs in der Schweiz Bild: dpa
Immer mehr Migranten reisen illegal über die Schweiz nach Deutschland ein. Die Regierung in Bern weist den Vorwurf zurück, dass sie Flüchtlinge gezielt nach Norden weiterschickt.
Vielen jungen Männern aus Afghanistan prägt sich der Name Efringen-Kirchen wohl lebenslang ein. Denn die illegalen Flüchtlinge werden in der kleinen Registrierstraße der Bundespolizeidirektion in Südbaden, wenige Kilometer östlich der Autobahn A5 gelegen, erstmals ordentlich aufgenommen. Sie haben da meist eine mehrmonatige Reise über gut 6000 Kilometer hinter sich, häufig begleitet von Schleusern. Von Einheiten der Bundespolizei werden sie dann auf der letzten Strecke ihrer langen Flucht im ICE vom Baseler Bahnhof zum grenznahen Badischen Bahnhof aufgegriffen.
Wenn die Bundespolizisten in der Eurodac-Datei recherchieren, finden sie häufig keinen Eintrag. Die meisten Migranten sind in keinem anderen europäischen Land – Kroatien, Slowenien, Österreich, Schweiz – registriert oder nach einem Pass gefragt worden. Die Schweiz ist zwar kein EU-Land, aber die Dublin-Regeln gelten auch dort. Die meisten Flüchtlinge, die in Efringen-Kirchen ankommen, stammen aus Afghanistan, Syrien oder der Türkei.
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