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Außerhalb von Sachsens Polizei : Neuer Job für den „Hutbürger“

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Eine Karikatur des sogenannten „Hutbürgers“ in Dresden Bild: EPA

Die Öffentlichkeit kennt ihn als „Hutbürger“, weil er Journalisten am Rande einer Pegida-Demonstration anging. Nun kehrt er zurück in seinen Job – zunächst außerhalb des LKA. Was danach mit ihm geschehen soll, ist noch unklar.

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          Der als „Hutbürger“ bekannt gewordene Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Sachsen und Pegida-Anhänger hat einen neuen Job. Er arbeite in einer Dienststelle außerhalb der sächsischen Polizei, teilte das Innenministerium mit. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung geht der Mann bis Jahresende in die Dresdner Außenstelle der Landesdirektion. Welche Aufgaben er in der Aufsichtsbehörde der Kreise und Kommunen übernimmt, sei unklar.

          Früher hatte er im Dezernat der Wirtschaftskriminalität gearbeitet und dort Prüfberichte erstellt, mit denen er auch vor Gericht auftrat. Das Innenministerium machte unter Verweis auf den Datenschutz keine genauen Angaben zur Zukunft des Mannes, der das umstrittene Polizeivorgehen gegen das ZDF ausgelöst hatte. Es werde aber spekuliert, ob er anschleßend zum LKA zurückkehre. Trotz seiner Pöbelei habe er weder eine Straftat begangen, noch eine dienstliche Verfehlung geleistet.

          Der Mann mit schwarz-rot-goldenem Anglerhut hatte am Rande einer Pegida-Demonstration beim Dresden-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 16. August lautstark gegen Aufnahmen eines TV-Teams des ZDF protestiert. Er hatte den Journalisten vorgeworfen, damit eine Straftat zu begehen. In der Folge hatten Beamte die Reporter überprüft.

          Der als Eingriff in die Pressefreiheit gewertete Vorfall löste bundesweit Kritik aus. Dresdens Polizeipräsident bedauerte im Nachhinein Art und Weise des Einsatzes und entschuldigte sich in einem klärenden Gespräch mit den Journalisten. Mit dem Pegida-Anhänger wurde vereinbart, dass er künftig außerhalb der Polizei Sachsens beschäftigt wird.

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