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Hunde-Kommentar : Hüte dich vor dem Halter

Keine noch so vorbildliche Hundeverordnung kann den gesunden Menschenverstand ersetzen.

          Wer in Hessen einen Hund halten will, der zu einer Gefahr für Menschen werden könnte oder schon wurde, braucht dafür eine Erlaubnis. Der Hund muss eine „Wesensprüfung“ bestehen, der Halter Sachkunde nachweisen. Auf einer Art „Gefährder“-Liste stehen zehn Rassen. Einige von ihnen sind ursprünglich für den Kampf gegeneinander gezüchtet worden; und noch immer werden Hunde abgerichtet, mannscharf zu sein.

          Welches Vorleben der Mischlingshund hatte, der nun im Odenwald ein Kleinkind so in den Kopf biss, dass es starb, ist bisher so wenig bekannt wie es die genauen Umstände der Tragödie sind. Doch zeigt auch dieser Fall wieder, dass keine noch so vorbildliche Hundeverordnung den gesunden Menschenverstand zu ersetzen vermag. Der muss jedem Halter sagen, dass jeder Hund beißen kann. Manche Tiere können sogar (wehrlose) Menschen töten. Wenn man sich schon so einen Hund ins Haus holt, muss man ihn jederzeit unter Kontrolle haben. Doch daran mangelt es so oft, dass man die alte römische Warnung „Cave canem“ ergänzen müsste um „Und hüte dich auch vor dem Halter“.

           

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