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Nach Attentaten in Bayern : Seehofer will Polizei „signifikant“ aufstocken

  • Aktualisiert am

Horst Seehofer am Wochenende am Tatort am Münchner Olympia-Einkaufszentrum Bild: AP

Nach den tödlichen Attentaten der vergangenen Tage in Bayern bezeichnet Bayerns Ministerpräsident die Sicherheitslage weiterhin als „ernst und bedrohlich“. Als Reaktion darauf kündigt Horst Seehofer an, die Polizei massiv zu verstärken.

          Nach dem zweiten mutmaßlich islamistischen Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als „ernst und bedrohlich“ beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern in der Zeitung „Münchner Merkur“ zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. „Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.“

          Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

          Seehofer will „alles Menschenmögliche“ tun

          Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. „Die Aufstockung wird signifikant sein“, sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass „alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird“.

          Überschattet von den drei Bluttaten innerhalb von nur einer Woche kommt die bayeische Landesregierung am Dienstag zu seiner lange geplanten Kabinettsklausur in St. Quirin am Tegernsee zusammen. Auch dort wird die Sicherheitspolitik das alles beherrschende Thema sein. Neben dem Personal solle auch die Ausrüstung der Polizei verbessert werden.

          Bis Samstag will das Kabinett dann auch über weitere Schwerpunkte der Regierungspolitik in den verbleibenden gut zwei Jahren der Legislaturperiode beraten. Dabei sollen auch die Eckpunkte des nächsten Doppelhaushalts beraten und beschlossen werden. Offen war zuletzt vor allem noch, wo es wie viele neuen Stellen geben soll.

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