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Nach Anschlag in Neuseeland : Seehofer kann kein islamfeindliches Klima in Deutschland erkennen

  • Aktualisiert am

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Bild: AFP

Nach Ansicht des Innenministers lebt der Großteil der Menschen in Deutschland friedlich miteinander. In Bezug auf das Attentat in Neuseeland erklärt Seehoer, islamfeindlichen Straftaten müsse „mit aller Härte entgegentreten“ werden.

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          Nach dem Anschlag eines Rechtsextremisten auf zwei Moscheen in Neuseeland mit 50 Toten sieht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Deutschland kein islamfeindliches Klima. Der „Bild“-Zeitung vom Montag sagte Seehofer auf die Frage, ob in Deutschland ein solches Klima herrsche: „Nein. Der Großteil der Menschen in Deutschland lebt friedlich miteinander. Davon bringen uns auch gewaltbereite Extremisten nicht ab.“

          Der Bundesregierung sei die freie Religionsausübung ein Kernanliegen. „Islamfeindlichen Straftaten und Angriffen auf Moscheen gilt es entschieden und mit aller Härte des Rechtsstaats entgegenzutreten“, sagte Seehofer.

          Islamfeindliche Straftaten würden in Deutschland erst seit 2017 gesondert erfasst. „Da gab es 1075 solcher Straftaten, davon rund 50 Körperverletzungsdelikte“, sagte der Minister der „Bild“. Für 2018 gebe es noch keine endgültigen Zahlen.

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