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Heimatministerium : Seehofer droht sich zu verheben

Als neuer Innenminister steht Seehofer vor diversen organisatorischen Herausforderungen. Bild: dpa

Horst Seehofer droht sich mit dem „Heimatministerium“ zu verheben. Dabei wäre es so einfach: Er müsste nur die Kommunen entdecken. Stattdessen will er dem Kanzleramt Konkurrenz machen. Wie lange geht das gut?

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          Es wäre in den Augen von Horst Seehofer alles so einfach gewesen: alle Abteilungen, Unterabteilungen und Stäbe aus allen Bundesministerien, die im weitesten Sinne „Heimat“ durch Politik und Verwaltung schaffen, in einem Ministerium, dem Innenministerium, zu bündeln. Sie dort zusammenzuführen, liegt insofern nahe, weil es einige dieser Unterabteilungen im Innenministerium schon gibt, vor allem im Stab „Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Integration“, der für vieles zuständig ist, was „Heimat“ ausmachen kann: Integration, politische Bildung, Kirchen, Islam, Demographie.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Ganz so einfach ist es dennoch nicht. Wenn anderen Ministerien nicht nur ein Referat oder eine Unterabteilung, sondern ganze Abteilungen weggenommen werden müssen, weckt das Machtinstinkte.

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