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Ressortverteilung : Halbe Heimat

CSU-Chef Horst Seehofer Bild: EPA

Die SPD räumt ab bei der Verteilung der Ministerien, die CSU weniger. Das holt Seehofer jetzt nach und verschafft Dorothee Bär einen Posten in der Regierung. Er selbst büßt Einfluss ein.

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          Die Korrekturen am Koalitionsvertrag, Kapitel Ressortverteilung, deuten darauf hin, dass in der berüchtigten „Nacht der langen Messer“ das Interesse am Zufriedenstellen der SPD größer war als das Bedürfnis, die CSU bei Laune zu halten. Weder war danach klar, wie sich die „Heimat“ im Innenministerium gestalten würde, noch konnte sich Horst Seehofer im Klaren sein, wen er alles im Kabinett unterzubringen hatte. Jetzt gibt es für Dorothee Bär ein zusätzliches Staatsministeramt im Kanzleramt für Digitales, weil Gerd Müller Minister bleiben will. Die CDU ließ postwendend mitteilen, Bär dürfe den Kanzleramtschef Helge Braun nur „unterstützen“, nicht mehr.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Wofür braucht es dafür ein neues Amt? Weil Seehofers Ministerium nun doch nicht so prall gefüllt ist wie gewünscht? Julia Klöckner hat sich die Zuständigkeit für die „ländlichen Räume“ nicht aus dem Landwirtschaftsministerium herausbrechen lassen. Dort steckt aber ein Großteil der „Heimat“, die nicht im Innenministerium angesiedelt ist. Für Seehofer bleibt somit nur die halbe Heimat. Besser wäre ihr gedient, wenn es etwas übersichtlicher zuginge.

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