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Wer zahlt für Homöopathie? : Globuli gehören ins Süßigkeitenregal

Homöopathische Globuli: Es ist nicht „okay“, die Gemeinschaft für Tand bezahlen zu lassen Bild: dpa

Die Krankenkassen dürfen nicht länger für Zuckerkügelchen bezahlen, die keine Wirkung haben. Und sie in Apotheken zu verkaufen, sendet das falsche Signal.

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          Der Glaube versetzt bekanntlich Berge, nicht selten Geldberge. Im letzten Jahr vor dem Be­ginn der Pandemie haben die gesetz­lichen Krankenkassen die unfassbare Summe von zwanzig Millionen Euro für homöopathische Zuckerkugeln ausgegeben. Diese Globuli sollen angeblich gegen alles Mögliche wirken, gegen Magenprobleme und Husten, Zahnschmerzen und Demenz. Nachweisen lässt sich die Wirkung nicht, jedenfalls nicht über den Placeboeffekt hinaus. Wer das Gegenteil beweisen kann, der möge es bitte einfach tun.

          Während der Pandemie wurde nicht viel über Homöopathie diskutiert. Es gab in dieser Zeit die drängende Frage zu klären, wie sich die Menschheit am besten vor einem neuen Virus schützen kann, wie Krankheit und Leid am ehesten minimiert werden. Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der evidenzbasierten Medizin auf eindrucksvolle Weise deutlich gemacht. Die Entwicklung von Impfstoffen, die trotz seltener Nebenwirkungen Abertausenden das Leben gerettet haben, gründete auf wissenschaftlicher Forschung. Nicht auf Hokuspokus.

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