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Holpriger Impfstart : Hätte Spahn es allein machen sollen?

Bei einem Probelauf im Impfzentrum im Berliner Velodrom schiebt eine Helferin einen Patienten im Rollstuhl. Bild: dpa

Viele werfen dem Gesundheitsminister vor, er habe zu wenig Impfstoff für Deutschland besorgt. Sie sagen: Er nahm zu viel Rücksicht auf Europa. Selbst der Koalitionspartner geht auf ihn los.

          8 Min.

          Am 30. Dezember hatten die Ministerpräsidenten genug von Spahn. Seit drei Tagen gab es einen Impfstoff in Deutschland, doch nur wenige Zehntausende bekamen eine Spritze. Die Deutschen stellten sich auf ein Silvester ohne Freunde und Raketen ein und sahen im Fernsehen, wie Ärzte in leeren Impfzentren versicherten, man sei zwar bestens vorbereitet, nur fehlten eben die Dosen.

          Morten Freidel
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
          Livia Gerster
          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Darauf angesprochen, gab der Gesundheitsminister in den Tagesthemen vom 29. Dezember den Ländern die Schuld. Es herrsche „etwas föderales Durcheinander“, leider hätten die Länder ja darauf bestanden, die Impftermine selbst zu organisieren, sagte er lächelnd.

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