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Hohe Mieten in Berlin : Warum das Wohnen Giffeys größtes Problem ist

Hochhäuser mit Wohnungen nahe der Leipziger Straße in Berlin. Bild: dpa

Die Regierende Bürgermeisterin und ihre Koalition in Berlin müssen sich vor allem bei einem Thema beweisen: dem Wohnen. Und das wird bei der Debatte um 200.000 neue Wohnungen und 300.000 Enteignungen schwer.

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          Zu Jahresbeginn suchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp eine Wohnung in Berlin. Sie postete im Intranet des Bundestags, man möge ihr bitte Tipps geben. Die Wohnung solle sich im Regierungsviertel befinden, jedenfalls nicht mehr als vier Kilometer entfernt vom Reichstag. 60 Quadratmeter oder mehr, Bruttokaltmiete höchstens 800 Euro. Das Portal Business Insider gab ihre Wünsche in eine gängige Wohnungssuchmaschine ein. Nur ein einziges Angebot kam den Ansprüchen nahe: 750 Euro Kaltmiete, ein Zimmer. Das hatte allerdings nur 14 Quadratmeter.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Berlin war lange auch deshalb attraktiv, weil man dort billig leben und wohnen konnte. Die Altbauwohnung mit Holzdielen zum Spottpreis war Inbegriff für das Dasein in einer Stadt, die nichts mit Hamburg, München oder Frankfurt am Main gemein hatte, in denen nur die Reichen in den besseren Vierteln leben konnten. Für das Ausgehen in Kneipen und Restaurants gelten diese Vorzüge Berlins immer noch, für das Mieten aber nicht mehr.

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