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Höckes AfD : Die Stärke des „Flügels“

Oststar: Björn Höcke Ende September 2018 in Rostock Bild: dpa

Die AfD hat im Osten kaum Mitglieder. Trotzdem sind die Radikalen um Höcke stärker denn je.

          4 Min.

          Das Kyffhäuser-Treffen des rechtsnationalistischen „Flügels“ der AfD am vergangenen Wochenende, auf dem Björn Höcke seine Kampfansage an die Parteiführung machte, stand unter dem Motto „Der Osten steht auf“. Es zeugt von dem Anspruch der AfD, die neue Ost-Partei der Republik zu sein. Zwar ist diese Selbstdarstellung überzogen, nimmt man die Gesamtheit der Wähler in den Blick. Selbst bei Wahlergebnissen von 20 bis 25 Prozent, welche die AfD in den ostdeutschen Ländern erzielt, wählt die große Mehrheit der Bürger dort andere Parteien. Ohne Grundlage ist der Anspruch allerdings nicht.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Schließlich ist die Partei in Sachsen und in Brandenburg bei der Europawahl vor wenigen Wochen stärkste Kraft geworden. Bei den Landtagswahlen im September und Oktober könnte es ähnlich ausgehen. In Sachsen ringt die AfD mit der CDU um die Führungsrolle; in Brandenburg gibt es gleich vier Parteien, nämlich SPD, CDU, Linke und Grüne, die knapp hinter der AfD liegen. Nur in Thüringen verteidigt die Linke, die dort den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow stellt, ihren einstigen Nimbus als die Ost-Partei schlechthin. Auch die Thüringer CDU liegt in den Umfragen vor der Höcke-AfD. Doch die wird seit langem stabil bei 20 Prozent gemessen.

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