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Höchster jüdischer Feiertag : Wie Juden Jom Kippur begehen

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Vor dem Feiertag Jom Kippur versammeln sich orthodoxe Juden in der israelischen Stadt Bnei Brak an einem Wasserbecken, um die Taschlich-Zeremonie abzuhalten. Dabei gehen sie durch das Wasser und schütteln symbolisch alle Sünden ab, während Gebete gesprochen werden. Bild: dpa

Am wichtigsten jüdischen Feiertag befreien sich die Gläubigen von ihrer Schuld und versöhnen sich mit Gott. Die Ursprünge des Tages liegen im hebräischen Teil der Bibel.

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          Jom Kippur gilt als jüdischer Buß- und Bettag. Der sogenannte Versöhnungstag ist der höchste jüdische Feiertag, für viele Juden der heiligste Tag im Jahr. Der Feiertag beginnt am Sonnenuntergang des Vortages und endet am Sonnenuntergang des nächsten Tages, dieses Jahr vom 8. bis zum 9. Oktober. Vor allem an diesem Tag können sich die Menschen von Schuld befreien und mit Gott versöhnen. Der Versöhnungstag ruft daher auf zu Reue, Buße und Umkehr: Nur wer sich mit seinen Mitmenschen aussöhnt, dürfe auf Versöhnung mit Gott hoffen.

          Gläubige Juden fasten vom Beginn des Festes am Vorabend bis zum nächsten Abend. Dann sind weder Essen noch Trinken erlaubt. Jom Kippur ist zugleich der Abschluss von zehn Bußtagen, die mit dem Neujahrsfest, Rosch Haschana, beginnen. Die Ursprünge von Jom Kippur liegen im 3. Buch Mose im hebräischen Teil der Bibel.

          In biblischer Zeit war der Versöhnungstag der einzige, an dem der Hohepriester das Allerheiligste des Tempels betrat. Zudem lud man die Sünden des Volkes symbolisch auf einen Bock, der dann in die Wüste geschickt wurde. Darauf geht der sprichwörtliche Sündenbock zurück. Am Versöhnungstag zünden gläubige Juden in ihrem Haus ein Licht zur Erinnerung an die verstorbenen Angehörigen an, das 24 Stunden brennen soll.

          Der Gottesdienst in der Synagoge dauert den ganzen Tag, die Betenden tragen weiße Kleidung und eine weiße Kopfbedeckung. Zum Ende des Tages erklingt das Schofar, das Widderhorn. Nach dem Fasten wird ein festliches Mahl eingenommen. Die Jahreszählung im jüdischen Kalender orientiert sich an der Schöpfung der Welt, die nach der jüdischen Überlieferung im Jahre 3761 vor Christi Geburt stattgefunden hat. 2019 ist daher im jüdischen Kalender das Jahr 5780.

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