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Hochwasser und Flut : Merkel und Laschet sagen unbürokratische Soforthilfe zu

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Die Kanzlerin besucht mit Ministerpräsident Laschet Bad Münstereifel Bild: EPA

Kanzlerin Merkel besucht das vom Hochwasser verwüstete Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Es brauche einen sehr langen Atem, sagte sie – und die Solidarität der anderen Bundesländer.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet haben den Menschen in den betroffenen Flutgebieten Soforthilfen und langfristige Aufbauhilfen versprochen. „Die Stadt (...) ist so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt“, sagte Merkel bei einem gemeinsamen Besuch im nordrhein-westfälischen Ort Bad Münstereifel, dessen Innenstadt von den Fluten stark zerstört wurde. Laschet verwies darauf, dass allein in Nordrhein-Westfalen 47 Menschen starben.

          Nötig seien jetzt Soforthilfen, die das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen werde, sagte Merkel. Die NRW-Landesregierung will entsprechend zusätzliche Landeshilfen am Donnerstag beschließen, kündigte Laschet an. Der Unions-Kanzlerkandidat sagte, in der Solidarität nach der Flut spielten Parteigrenzen keine Rolle. Alle würden gemeinsam anpacken.

          Solidarität der anderen Bundesländer

          Merkel und Laschet erklärten, der Wiederaufbau in den Flutgebieten werde lange Zeit brauchen. So seien auch zentrale Bundesautobahnen durch das Land betroffen. Zudem seien auch viele Brücken zerstört. Laut Laschet müsse man sich stärker auf künftige Extremwetter vorbereiten. Die NRW-Regierung habe gerade das erste Klima-Anpassungsgesetz in Deutschland beschlossen. „Das wird viele Milliarden beanspruchen“, sagt Laschet. Er würde sich wünschen, dass alle Bundesländer dem NRW-Vorbild folgten.

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          Zur Finanzierung der langfristigen Schadensbegrenzung kündigte Merkel einen gemeinsamen Aufbaufonds von Bund und Ländern an. „Es ist klar, dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden.“ Es gehe auch um Solidarität unter allen 16 Bundesländern.

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