Erste Lesung im Bundestag :
Hitzige Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz

Von Heike Schmoll, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Bundesfamilienministerin Lisa Paus von den Grünen
Bislang mussten Menschen, die sich im falschen Körper fühlten, psychiatrische Gutachten einholen und einen langwierigen Prozess durchlaufen. Das soll sich ändern. Am Gesetzentwurf gibt es jedoch auch Kritik.

Es war zu erwarten, dass die erste Lesung zum sogenannten Selbstbestimmungsgesetz hitzig verlaufen werde. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau warnte gleich zu Beginn vor beleidigenden Äußerungen. Beim Selbstbestimmungsgesetz geht es um eine Änderung des Geschlechtseintrags und des Vornamens beim Standesamt. Das Selbstbestimmungsgesetz löst das Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1980 ab, das in einigen Punkten vom Bundesverfassungsgericht beanstandet worden war. Bisher mussten Menschen, die sich im falschen Körper fühlten, psychiatrische Gutachten einholen und einen langwierigen Prozess durchlaufen.

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