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„Erhebliche Anstrengungen“ : Hessen schiebt vermehrt abgelehnte Asylbewerber ab

  • Aktualisiert am

Abschiebung: Polizisten bringen einen Mann aus Afghanistan zum Flughafen in Frankfurt Bild: dpa

Von Jahresbeginn bis Oktober ist die Zahl der Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber aus Hessen sprunghaft gestiegen. Zudem unternehme das Land „erhebliche Anstrengungen“, um die Menschen zur freiwilligen Ausreise zu bewegen.

          In Hessen sind in den ersten zehn Monaten dieses Jahres erheblich mehr abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden als im gesamten Jahr 2017. Von Januar bis Oktober mussten 1504 Personen das Land verlassen, wie Marcus Gerngroß, Vize-Sprecher des hessischen Innenministeriums, auf Anfrage mitteilte. 2017 wurden insgesamt 1148 Asylbewerber abgeschoben.

          Gerngroß wies zudem darauf hin, dass die Landesregierung „erhebliche Anstrengungen“ unternehme, um die Menschen zu einer freiwilligen Ausreise zu bewegen und mit gezielten Rückkehrberatungen zu unterstützen. In diesem Jahr seien von Januar bis Oktober insgesamt 2117 Personen freiwillig ausgereist. 2017 waren es 2908 Menschen.

          Sieben geplante Abschiebungen wurden nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks) in diesem Jahr per Eilantrag verhindert. Zudem kassierten Gerichte demnach zehn Abschiebehaft-Anordnungen, weil es dabei zu Rechtsfehlern gekommen sei.

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