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Herrentag in Berlin : Was bleibt dem Manne noch?

  • -Aktualisiert am

Das überlebensgroße Standbild Wilhelms I. im Grunewaldturm Bild: Sebastian Matthäus

Das einstmals starke Geschlecht soll sich alljährlich irgendwo auf dem Teufelsberg in Berlin versammeln. Unser Autor hat sich auf die Suche begeben.

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          Aus dem Drachenberg sickerte feiner Sand in einer schmalen Spur auf die Straße. Ich ließ diese Wunde rechts hinter mir und bestieg linkerhand den Zwilling, den Teufelsberg. Zur westlichen Abbruchkante Berlins wollte ich, auf der Havelhöhe, welche Gletscher vor 10.000 Jahren wie Bulldozer aufgeschoben haben – ein natürliches Bollwerk an der Westgrenze der Hauptstadt.

          Entlang dieses Abgrunds, dreißig Meter über der Havel, plante ich den Vatertag zu begehen, auch Herren- oder Männertag genannt. Schließlich gehöre ich zu jenen Männern, die wie im Vatertag-Werbespot eines bekannten Supermarkts nichts gegen Ketchup auf Brokkoli haben. Warum ein ganzer Tag dem Männertum gewidmet werden sollte, hatte ich dennoch nicht verstanden; wir Männer stehen an den anderen 364 Tagen nicht gerade am Rande jeden Geschehens.

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