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Helmut-Kohl-Stiftung : Der ewige Kampf um das Andenken

Mehr Einigkeit: Blumen und Kerzen vor Helmut Kohls ehemaligem Wohnhaus am 17. Juni 2017 in Ludwigshafen Bild: Getty Images

Die offizielle Helmut-Kohl-Stiftung nimmt nun ihre Arbeit auf. Kohls Witwe versucht, das zu verhindern. Sie hat einen eigenen Verein gegründet.

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          Das frühere Wohnhaus von Helmut Kohl in Ludwigshafen-Oggersheim dürfte auf absehbare Zeit weder eine Ausstellung beherbergen noch zur Erinnerungsstätte für den sechsten Kanzler der Republik werden. Aber im benachbarten Mannheim, dem Kohl immer verbunden war, wird Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) an diesem Mittwoch immerhin die Südtangente nach dem früheren Bundeskanzler benennen, während eine vom Lindenhofplatz zum Willy-Brandt-Platz führende Brücke nach dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) benannt werden soll. Wegen der Pandemie war die öffentliche Enthüllung der Schilder mehrfach verschoben worden.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Der Festakt erinnert auch daran, dass die „Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung“ mittlerweile arbeitsfähig ist und erste Vorbereitungen für eine Dauerausstellung und die wissenschaftliche Aufarbeitung des politischen Erbes von Helmut Kohl trifft. „Die Stiftung hat jetzt ihre Arbeit aufgenommen, bis wir die Ausstellung präsentieren können, wird es noch Jahre dauern“, sagt Volker Kauder, früherer Unionsfraktionsvorsitzender im Bundestag und jetzt Vorsitzender des Stiftungskuratoriums.

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