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BGH entscheidet : Kohl darf Tonbänder behalten

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Herausgabeanspruch: Helmut Kohl und seine zweite Frau, Maike Kohl-Richter, 2010 bei der Buchmesse in Frankfurt Bild: Frank Röth

Der Bundesgerichtshof hat Helmut Kohl im Streit um seine Erinnerungstonbänder Recht gegeben. Der Publizist Heribert Schwan ist damit gescheitert.

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          Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) darf die Tonbänder mit seinen Lebenserinnerungen behalten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag entschieden (Az.: V ZR 206/14). Damit scheiterte der Publizist Heribert Schwan mit seiner Revision in Karlsruhe. Der Journalist hatte mit Kohl darum gestritten, wem die Bänder gehören. Ihnen wird ein erheblicher historischer Wert zugestanden.Kohl habe einen Herausgabeanspruch gegen den Publizisten, sagte die Vorsitzende Richterin Christina Stresemann in Karlsruhe. Die Bänder befinden sich bereits im Besitz von Kohls Anwalt.

          Der Journalist Schwan hatte in den Jahren 2001 und 2002 lange Gespräche mit Kohl aufgezeichnet. Auf der Grundlage dieser Gespräche verfasste Schwan als Ghostwriter drei Memoirenbände, in denen nur Kohl als Autor genannt wird. Während der Arbeiten zum vierten und letzten Band kam es zu einem Zerwürfnis zwischen den beiden, und Kohl beendete die Zusammenarbeit.

          Der ehemalige Bundeskanzler klagte dann auf Herausgabe der Bänder und bekam in den Vorinstanzen recht, zuletzt vor dem Oberlandesgericht Köln. Schwan legte dagegen Revision ein. Diese wurde nun zurückgewiesen.

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