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Kanzleramtschef Helge Braun : Der Fels in der Brandung

Alle Fäden laufen bei ihm zusammen: Helge Braun im Kanzleramt, im Hintergrund das Reichstagsgebäude Bild: Jens Gyarmaty

Ein Kanzleramtschef tritt anderen üblicherweise ständig auf die Füße. Mit Helge Braun ist das anders. Selbst in Corona-Zeiten.

          8 Min.

          Die netteste all der netten Geschichten über Kanzleramtsminister Helge Braun ist diese, und sie ist schon fast furchteinflößend nett. Vor sieben Jahren, die vorvorige Legislaturperiode ging zu Ende, brach während einer Bundestagssitzung die Linken-Abgeordnete Agnes Alpers zusammen. Fraktionsmitglieder kamen zu Hilfe. Helge Braun saß als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium auf der Regierungsbank und sah die Szene. Er stemmte sich aus seinem Stuhl und eilte nach links zur Fraktionsbank.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Braun ist Mediziner, Anästhesist, er hat zu jener Zeit sogar noch als Arzt in der Klinik in seiner Heimat Gießen gearbeitet. Er beatmete die Linken-Abgeordnete und legte eine Infusion, die die herbeigeeilte Parlamentsärztin dabeihatte. Alpers hatte offenbar einen schweren Krampfanfall, der im schlimmsten Fall zum Atemstillstand und damit zum Tod hätte führen können. Der CDU-Politiker Braun leistete erste und vermutlich entscheidende Hilfe bei der politischen Konkurrenz ganz links. Braun rettete Alpers womöglich das Leben.

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