https://www.faz.net/-gpf-8h54h

Maas über die AfD : „Nationalistisch, autoritär, frauenfeindlich“

  • Aktualisiert am

„Die Rechtspopulisten sind keine gute Alternative für Deutschland.“ Bild: dpa

Für Justizminister Heiko Maas ist das AfD-Programm ein Fahrplan in ein „Deutschland von vorgestern“. Trotzdem müsse man sich mit der Partei inhaltlich auseinandersetzen. Doch hierbei sieht er Schwierigkeiten.

          1 Min.

          Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die rechtspopulistische AfD in die Nähe autoritärer Staatschefs wie Wladimir Putin oder Recep Tayyip Erdogan gerückt. „Die AfD - das sind Brüder im Geiste von Wladimir Putin, Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan: nationalistisch, autoritär und frauenfeindlich“, schreibt Maas auf dem Nachrichtenportal „Spiegel Online“ in einem Gastkommentar.

          „Unser Land hat eine trübe Vergangenheit, aber die Generation unserer Eltern hat ein modernes Deutschland geschaffen: weltoffen und liberal im Innern, gute Nachbarn und friedliche Partner nach außen. Natürlich ist unser Land nicht perfekt, aber eines ist klar - die Rechtspopulisten sind keine gute Alternative für Deutschland“, schreibt Maas, der die AfD seit Monaten scharf kritisiert.

          Der Justizminister wirbt dafür, die inhaltliche Auseinandersetzung anhand des jüngst beschlossenen Grundsatzprogramms der AfD zu suchen. „Sie muss sich an ihren Worten festhalten lassen. Das AfD-Programm ist der Fahrplan in ein anderes Deutschland, in das Deutschland von vorgestern“, heißt es in dem Kommentar des SPD-Ministers weiter.

          „Müssen die inhaltliche Auseinandersetzung führen“

          Kürzlich hatte der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Olaf Scholz ein Strategiepapier zum Umgang mit der AfD vorgelegt und davor gewarnt, die AfD zu dämonisieren. „SPD-Bundesvize Olaf Scholz hat völlig Recht. Statt die AfD zu dämonisieren, müssen wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihr führen.“

          Allerdings sei es nicht einfach, „mit Menschen zu diskutieren, die Fakten ignorieren, überall ’Elitenbetrug’ oder ’Lügenpresse’ wittern und ihre Realität aus den Verschwörungszirkeln des Internets zusammenklauben“, schreibt Maas.

          Die etablierten Parteien ringen seit geraumer Zeit um den richtigen Kurs gegenüber der AfD, deren Zustimmung in der Bevölkerung wächst. Die AfD steht unter anderem für einen scharfen Anti-Islam-Kurs, bekennt sich zur traditionellen Familie aus Vater, Mutter und Kindern und will die Abkehr vom Atomausstieg.

          Weitere Themen

          Söder (sic!)

          Fraktur : Söder (sic!)

          Im Tanzen zeigt sich die Qualität der Akteure auch darin, das jeweilige Gegenüber gut aussehen zu lassen. Aber gilt das auch für den Journalismus?

          Topmeldungen

          Christian Sewing und Martin Zielke (rechts)

          Nach Zielkes Rückzug : Sewing, übernehmen Sie!

          Es darf bezweifelt werden, dass die Commerzbank den Weg aus ihrer schwersten Krise alleine findet. Und so dürfte es mit Blick auf den Chef der Deutschen Bank bald heißen: Herr Sewing, übernehmen Sie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.